Videokonferenz mit der Grund- und Mittelschulabteilung

Es ist immer noch befremdlich, Menschen, die einem wichtig sind und sein können, nur über einen Monitor kennen zu lernen. Der erste Eindruck ist immer kühl, für Humor ist nur ganz wenig Platz. Und irgendwann ertappt man sich dabei, dass man versucht, vom Hintergrund auf den Gesprächspartner zu schließen. Die Kommunikation ist immer defizitär.

So war es wohl auch beim Gespräch des bib-Vorstandes, vertreten durch Maria Sax, Birgit Hubbauer und Christian Feja, mit Ministerialrätin Frau Dr. Gisela Stückl, die u.a. für die Personalverteilung im Bereich der Grund- und Mittelschule zuständig ist. Trotz aller widriger Bedingungen wurde es ein interessantes Gespräch ohne große Überraschungen, bei dem wir sicherlich unser wichtigstes Ziel erreicht haben: Wir wurden sichtbar und haben Türen geöffnet.

Der bib-Vorstand legte Frau Dr. Stückl die Probleme und Wünsche der Beratungslehrer im Bereich der Grund- und Mittelschulen dar und hatte den Eindruck, dass ihr diese durchaus bekannt waren. Wie zu erwarten war, machte sie jedoch deutlich, dass sich daran vorerst nicht ändern werde, weil das Ministerium noch Probleme damit habe, den Bedarf für den normalen Unterricht personell abzudecken. Veränderungen, die damit einhergehen, dass die Zahl der Entlastungsstunden erhöht und Stunden aus dem normalen Unterrichtspool abgezogen werden müssten, seien daher zur Zeit nicht zu erwarten.

Dessen ungeachtet, erzählte Christian Feja von seinem Vorstellungen, dass es an jedem Schulamt einen Beratungslehrer als koordinierenden Beratunsgrektor geben müsse und die Beratungslehrer vor Ort auch in die Lage vesetzt werden müssten, an den Schulen, an denen sie nicht direkt arbeiten, regelmäßige Sprechstunden abzuhalten, damit sie auch dort für die Lehrer sicht- und fassbar werden.

Erstaunen löste bei Dr. Stückl der Bericht des bib-Vorstanden aus, durch den sie erfuhr, dass die Verteilung der Entlastungsstunden für die Übertrittscoaches alles andere als transparent war. Sie erklärte, dass das Ministerium die Stunden an die Bezirke weitergeleitet habe und diese die weltere Verteilung übernommen hätten. Dass es dabei zum Irriitationen gekommen sei, weil die Stunden anscheinend nach unterschiedlichen Verfahren und nicht immer nachvollziehbar verteilt worden seien, war ihr neu. Sie versprach dem nachzugehen.

Insgesamt war es trotz aller technischer Hindernisse ein sehr konstruktives und interessantes Gespräch, das hoffentlich bald unter besseren Vorzeichen fortgesetzt werden kann.

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