Sichtbar bleiben: Gespräch mit den LEV-RS

Eigentlich war alles so schön geplant: Ein gemeinsames Abendessen in einem schönen Landgasthof an der Autobahn zwischen Regensburg und Nürnberg; danach etwas arbeiten: Das letzte Jahr reflektieren, Perspektiven entwickeln ...

Mit dem gemeinsamen Abendessen wurde es aus bekannten Gründen nichts, stattdessen: Videokonferenz zu viert: Vom LEV-RS die Vorstandsdamen, Frau Nüsslein und Frau Plevka, deren Engagement wir schon seit dem letzten Treffen vor etwas weniger als zwei Jahren - es war eines unserer ersten Gespräche - bewundern. Von unserer Seite saßen Claudia Höhendinger und Christian Feja, vor den Kameras und Mikrofonen.

Für uns erwies sich auch dieses Gespräch als sehr wichtig, weil wieder deutlich wurde, was uns verbindet: der Blick auf und die Sorge um den einzelnen Schüler. Das unterscheidet uns von Lehrer- und anderen Standesverbänden oder auch Verbänden, in denen sich Funktionsträger organisieren. Auf viel Interesse stießen unsere Ausführungen  zur Bedeutung und Wahrnehmung der Beratungslehrer im Schulsystem: Beratungslehrer bilden das grundlegende und engste Netz an Beratern, da - zumindest an den Realschulen, Gymnasien und im Bereich der beruflichen Schulen - an jeder Schule ein Beratunsglehrer ist, der verglichen mit anderen Beratern im Schulsystem äußerst umfangreich und besonders praxisnah ausgebildet ist.

Sehr schwierig ist die Situation für Beratungslehrer gerade an Realschulen: Das, war sie an Zeit und Engagement aufbringen, steht in der Regel in keinen Verhältnis zu der einen Entlastungsstunde, die ihm zusteht. Damit sind sie deutlich schlechter gestellt als die Beratungslehrer an den Grund- und Mittelschulen. Ein Beförderungsamt ist der Beratungslehrer  an der Realschule auch nicht. Damit ist er deutlich schlechter gestellt als die Beratungslehrer am Gymnasium oder an beruflichen Schulen. Gleichzeit müssen Beratungslehrer an Realschulen immer häufiger die Aufgaben von Schulpsychologen übernehmen, weil es zu wenige Schulpsychologen in diesem Bereich gibt und Eltern wie Schüler oft die Beratung beim Beratungslehrer der des Schulpsychologen vorziehen, weil diese immer mehrere Schulen betreuen und oft an den einzelnen Schulen nicht bekannt sind. Fazit: Die Arbeit wird immer mehr, die Ausgleichsmöglichkeiten sind an sich nicht vorhanden. Die Kohortenbeförderung vor mehreren Monaten war ein Schritt in die richtige Richtung ...

Frau Nüsslein und Frau Plevka bedankten sich fürdie Ausführungen des bib-Vorstands und boten an, die Probleme der Beratungslehrer bei ihren Gesprächen am Kultusministerium und den großen Verbänden anzusprechen und anzumahnen, dass sie gelöst werden.

Darüber hinaus wird dem bib-Vorstand die Möglichkeit eingeräumt, die Arbeit der Beratungslehrer auf der Website und im LEV-RS-Newsletter darzustellen, wo es für uns auch möglich wäre, in regelmäßigen Abständen besondere Aspekte der Beratungsarbeit dazustellen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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