Mitgliederversammlung des Aufbruchs

Bezeichnend für diese Mitgliederversammlung war eine Szene ganz am Schluss: Der Vorsitzende Christian Feja wollte gerade das Schlusswort sprechen, da kam eine Wortmeldung dazwischen: "Ja, wann und wo treffen wir uns im nächsten Jahr?" Bezeichnend war das insofern, als es die Stimmung wiedergab: Es geht weiter und es geht gemeinsam weiter - sehr lösungsorientiert, dynamisch und harmonisch.

Dabei war der Weg zur Versammlung umständlich und steinig gewesen: Zuerst plante der Vorstand um, weil der ursprungliche Termin zu nah an den Dillinger Beratungstagen lag. Damit brach der ursprünglich angemietete Stadtmauerturm als Tagungsort weg; ein möglicher Ausweichort im Stadtarchiv stand dann doch nicht zur Verfügung, so dass am Schluss nur noch das "Haus Eckstein" übrig blieb, was sich dann doch als ein sehr guter Tagungsort erwies.

Außerdem erschwerte Corona die Planung erheblich. Es hagelt so viele Absagen kranker Kollegen, dass der Vorstand lange überlegte, ob es unter den gegebenen Umständen legitim sei, Wahlen durchzuführen. Erst eine Brandmail an die Mitglieder aus der Oberpfalz und aus Mittelfranken führte dazu, dass zehn Mitglieder zusammenkamen.

Und die Ergebnisse? Der Vorstand will die Kommunikation mit den Mitgliedern aus den einzelnen Schularten stärken, möglichst in Präsenz. Dazu lag auch ein Antrag vor, den die Versammlung etwas modifizierte: Aus der angedachten verpflichtenden Präsenzveranstaltung wurde ein zweistufiges Modell: Zuerst soll in einer Videokonferenz geklärt werden, welche Themen auf den Nägeln brennen, dann soll dort das weitere Vorgehen für Veranstaltungen in Präsenz geplant werden. Der Beschluss berücksichtigt also den Umstand, dass größere Präsenzveranstaltungen gerade schlecht planbar sind, und das Bedürfnis, sich wieder einmal zu treffen. 

Ein weiterer Antrag, die Ausgaben für Vorstandsakltivitäten und für Referenten zu regeln, wurde abgelehnt, weil der Vorstand in den nächsten Jahren größere Aktivitäten plant, wozu er auf die Kompetenz von Referenten und Fachleuten zurückgreifen muss, die nicht aus dem bib kommen. Einen Experten nicht einzuladen, weil seine Honorarforderungen höher sind als der Betrag, den die Mitgliederversammlung festgelegt hat, erschien der Versammlung nicht zielführend. Dass Bahncards 25 für den Vorstand komplett gezahlt und das Kilometergeld von 30 auf 45 Cent erhöht werden, erschien der Versammlung angesichts der vielen Termine hauptsächlich in München angemessen.

Ein weiterer Initiativantrag wurde angenommen: Der Vorstand soll sich darum gemühen, dass eine Beratungsapp entwickelt wird. Sie soll es Eltern, Lehrern und Schülern leichter machen, den passenden Schulberater zu finden - und zwar auf einem zeitgemäßen Kommunikationsweg.

Nachdem Claudia Höhendinger ausführlich und nicht ganz ohne Humor die Aktivitäten des Vorstands sowie Bilgit Hubbauer den Kassenbericht präsentiert hatten und die Rechnungsprüfer bestätigt hatten, dass die Finanzen ordnungsgemäß verwaltet würden, erfolgte die Entlastung des alten und die Wahl des neuen Vorstands. Dabei wurden Christian Feja zum ersten Vorsitzenden, Claudia Höhendinger zur zweiten Vorsitzenden, Maria Sax zur Schriftführerin und Birgit Hubbauer zur Kassiererin gewählt. Gegenkandidaten gab es keine; die Wahlen waren einstimmig.

Und was war jetzt das Besondere an der Versammlung? Vielleicht war es das neue Selbstbewusstsein. Eine Teilnehmerin sagte: "Wir sind nicht mehr die graue Maus der Schulberatung! Wir müssen uns doch nicht vor den anderen verstecken und darauf hoffen, dass vom Tisch des Ministerium auch für uns ein Brösel abfallen" Beratungslehrer seien die größte Gruppe der Beratenden und diejenige, die am umfassendsten ausgebildet ist. "Das müssen die Verantwortlichen endlich zur Kenntnis. Undf dafür werden wir sorgen" - Beifall gab es für diesem Beitrag nicht, sondern nur viel bestätigendes Lächeln. An sich war das eine sehr ruhige Versammlung.

c2 - c4 - Es kann losgehen.

Übrigens: Die nächste Mitgliederversammlung ist am 12. November in Würzburg. Bitte notiert euch den Termin, damit nichts dazwischen kommt! Die Anreise ist natürlich schon am 11.11. möglich. Es wird ein Kulturprogramm geben.

 

Schreibe einen Kommentar