Corona und Schule: Verbandsanhörung des Bildungsausschusses

"Ich weiß nicht, wie viel Verbände geladen waren und wie konsequent das Prinzip durchgehalten wurde, dass zuerst die schulartübergreifenden Verbände und dann die schulartspezifischen Verbände ihre Statements abgeben durften. Manche Zuordung verwunderte und alles in allem war es doch eine recht enttäuschende Veranstaltung, weil - was ja auch zu erwarten war - nicht viel Neues präsentiert wurde: Konsens gab es wohl darin, dass das Coronamanagemet des Staatsministeriums suboptimal war, weil beispielsweise Anordungen ohne ausreichenden Vorlauf erteilt wurden, weil vieles doch recht wenig durchdacht wirkte und gerade im technisch-organisatorischen Bereich große Mängel auftraten. Wie gesagt: Nichts, was ein interessierter Bildungspolitiker nicht schon längst mitbekommen haben sollte. Aber was kann man schon bei einem vierminütigen Statement erwarten?

Was gab es noch? Ich würde sagen: Klassische Lobbyarbeit. Man holte die alten Forderungen aus der Schublade, verpackte sie in einen neuen Karton und schrieb "Corona-Krise" darauf. Im Grunde machte ich auch nichts anderes, in dem ich mehr Trennschäfe im System der Schulberatung und einen noch bessere Abdeckung besonders im Bereich der Grund- und Mittelschulen forderte. Dass wir beratenden datensichere Hard- und Software brauchen, war wohl auch jedem einsichtig; nur MdL Waschler verwies eifrig auf MS teams ...

Interessant fand ich der Hinweis des FDP-Abgeordneten Matthias Fischbach, dass z.B. das Portal Krisenchat.de, eine private Initiative, von Ratsuchenden geradezu überlaufen werde Das brachte mich schon zu intensiverem Denken, auch wenn die genannten Problemfelder "Suizid" und "Depression" nicht zu unserem Kernbereich gehören. Dass diese lobenswerte Initiative erfolgreich ist, hat mich darin bestärkte, unsere Linie der letzten Jahre weiterzuverfolgen: Wir brauchen dringend ein Tool, das für Ratsuchende schnell auffindbar, leicht zu bedienen sowie übersichtlich ist und ein differenziertes staatlich getragenes und praxisnahes Beratungsangebot bereit hält. Das können keine Website und kein Mailkonto sein, die benutzt kein Pubertierender mehr. Das muss jetzt eine App sein und in drei Jahren vielleicht etwas ganz anderes, was nahe an den Jugendlichen ist.. Und es muss die Aufgabe der Staatsregierung und besonders des Staatsministeriums sein, Geld in die Hand zu nehmen, Experten damit zu beauftragen, so ein Tool zu erstellen und uns das in einer datensicheren Variante zur Verfügung zu stellen.

Das war meine persönliche Erkenntnis aus der Anhörung. Zumindest einer hat davon profitiert."

Christian Feja

Ein Kommentar zu “Corona und Schule: Verbandsanhörung des Bildungsausschusses

  1. Gabriele Dr. Hußmann

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    Haltet die Ohren steif und bleibt gesund!
    Liebe Grüße, Gabriele Hußmann

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